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NEBENWIRKUNGEN

 

Das sollten Sie wissen:

 

Der medizinische Laie beurteilt die in den Packungsbeilagen aufgelisteten Nebenwirkungen in aller Regel falsch. Deshalb hier noch einmal Anregungen zum Nachdenken, die von Klaus Heilmann, München, zusammengestellt wurden.

 

Risiken sind Wahrscheinlichkeiten, das heißt, sie können selten oder häufig , müssen aber beim einzelnen auch überhaupt nicht auftreten. Zwischen Einzelfällen, seltenen Nebenwirkungen (unter 1%), gelegentlichen (bis zu 10%) und häufigen Nebenwirkungen (über 10%) muß man unterscheiden.
sämtliche in dieser Rubrik erwähnten Nebenwirkungen sind dem Hersteller, den Ärzten und den Kontrollbehörden bekannt. Sie werden laufend beobachtet. Wenn das Präparat trotzdem im Handel ist, so bedeutet dies, dass alle für die Arzneimittelsicherheit verantwortlichen Personen und Institutionen die Verwendung des Mittels sowohl hinsichtlich Häufigkeit, als auch Art und Schwere der Nebenwirkungen als medizinisch vertretbar ansehen. Wären sie es nicht, wäre das Medikament auch nicht mehr zugelassen und somit nicht mehr erhältlich.
Jeder Arzneimittelanwendung muß eine Nutzen-Risiko-Abwägung vorangehen, das heißt, der Nutzen und das mögliche Risiko eines Arzneimittels müssen zu den Gefahren der unbehandelten Krankheit in Bezug gesetzt werden. Da Medikamente in der Regel freiwillig angewendet werden, die Entscheidung für ihren Einsatz also letztlich beim Patienten selbst liegt, diesem aber für eine vernünftige Nutzen-Risiko-Abwägung meistens die notwendigen Sachkenntnisse fehlen, kommt für eine sichere und erfolgreiche Arzneimittelanwendung dem Beratungsgespräch durch den Arzt große Bedeutung zu. In jedem Falle sollte ein Patient, der vor den im Beipackzettel erwähnten Nebenwirkungen Angst hat, seine Bedenken gegen die Anwendung des Präparates seinem Arzt auch zum Ausdruck bringen. Dies ist besser, als eigenmächtig die Therapie zu verändern, sie zu unterlassen oder heimlich zu beenden.
Allgemein muß man davon ausgehen, dass ein Arzneimittel, das positive, erwünschte Wirkungen hat, auch Nebenwirkungen nach sich ziehen kann, egal dabei, ob die Wirksubstanz natürlicher Herkunft ist oder künstlich erzeugt wurde. Die Fragen „Arznei oder Gift“ hat Paracelsus damit beantwortet, dass dies eine Frage der Dosis ist. Wegen dieser „therapeutischen Breite“ gehören Arzneimittelverordnungen in die Hand des Arztes.

 

 


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