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„Mich hat’s erwischt!“

 

Die Grippe oder doch nur eine „normale Erkältung“?

 

 

Wie jedes Jahr empfehlen wir nun zwischen September und November speziell unseren gefährdeten Patienten, sich gegen die Virusgrippe (Influenza) impfen zu lassen.

 

Als Risikopatienten gelten dabei alle Erwachsenen über 60 Jahre, chronisch Kranke jeden Alters (Diabetiker, Asthmatiker, Herzpatienten, Patienten mit chronischer Blutarmut, usw.), sowie Patienten mit jeglicher Art eines geschwächten Immunsystems, wie z.B. auch Krebspatienten, sofern sie sich nicht gerade einer Chemo- oder Strahlentherapie unterziehen. Vergessen sollten wir zudem nicht die Menschen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind (alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen wie Arzthelferinnen, Krankenschwestern, Rettungsdienstpersonal oder sonst Kontakt zu vielen Menschen haben, wie Busfahrer, Lehrer, Verkäufer…).

Gerade in der nasskalten Jahreszeit stellen große Menschenansammlungen, häufiges Händeschütteln sowie Tröpfcheninfektionen durch Anhusten und Anniesen eine große Ansteckungsquelle dar.

 

Die Grippeimpfung ist allgemein gut verträglich, lediglich im seltenen Fall einer Hühnereiweißallergie raten wir wegen möglicher Unverträglichkeitsreaktionen ab. Ihr Hausarzt wird Sie dazu gerne beraten. Ebenfalls wichtig für Sie: für die reine Impfleistung fällt keine Praxisgebühr beim Hausarzt an und Ihre Krankenkasse übernimmt komplett die Kosten.

 

Einige Patienten reagieren enttäuscht, wenn sie sich trotz der Grippeimpfung ein Atemwegsinfekt einstellt und ziehen sofort den Effekt der Impfung in Frage. Meist handelt es sich hier jedoch um einen im Vergleich zur wahren Virusgrippe (Influenza) harmloseren Virusinfekt, zu dem auch keine Schutzimpfung möglich ist, da er durch sehr viele unterschiedliche Viren verursacht werden kann.

Hier tritt nur leichtes bis mäßiges Fieber auf - schwere Symptome, die den gesamten Organismus betreffen, wie plötzliches hohes Fieber mit Schüttelfrost, starkes Krankheitsgefühl mit Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen, wie man sie von der Influenza kennt, fehlen. Im Vordergrund stehen Schnupfen, Husten und Halsschmerzen, die aber unter rein symptomatischer Therapie rasch abklingen, wie z.B. homöopathische oder naturheilkundliche Medikamente, Trinken von Kamillen-, Linden- oder Holunderblütentee mit schweißtreibender Wirkung. Auch Wadenwickel sind eine einfache und effektive Methode, Fieber zu senken.

So wird’s gemacht: Leinentücher in Wasser tauchen, dessen Temperatur höchstens 5-10°C unter der Fiebertemperatur liegen soll, (je jünger der Patient, umso weniger kalt das Wasser). Tücher von den Füßen aus straff um die Waden wickeln und mit einer Wolldecke bis zu den Knien abdecken. Nach 10-20 Minuten entfernen bevor die Wickel warm und trocken geworden sind.

Wichtig: Der Patient darf während der gesamten Prozedur nicht frieren und muß ausreichend trinken.

 

Fiebersenkende Mittel aus der Fernsehwerbung führen nur kurzfristig zu einem vermeintlichen Wohlbefinden, können aber Krankheitssymptome unter Umständen eher noch in die Länge ziehen.

Lediglich bei Kindern mit Neigung zu Fieberkrämpfen ist Vorsicht geboten – sprechen Sie dazu bitte mit Ihrem Kinder- oder Hausarzt.

 

Antibiotika helfen bei diesen Virusinfektionen nicht – sie sind lediglich dann erforderlich, wenn sich als Komplikation der Viruserkrankung später noch ein bakterieller Infekt dazugesellt. Der frühzeitige Einsatz eines Antibiotikums schwächt sogar das Immunsystem eher und fördert die Entstehung resistenter Bakterienstämme.

 

Wir raten zu körperlicher Ruhe, ggf. Sportpause, reichlich Flüssigkeit um eingedickte Sekrete zu verflüssigen und so leichter abhusten zu können, Inhalationen und Nasentropfen/-duschen mit Kochsalz. Gegen das Kratzen im Hals und Reizhusten helfen auch gut bewährte Hausmittel wie die bekannte heiße Milch mit Honig, sowie Hals- und Brustwickel.

 

Bereits im Vorfeld abwehrstärkend und abhärtend wirken regelmäßige Saunagänge, ausreichendes Trinken, Bewegung an der frischen Luft, viele Vitamine in Form von frischem Obst und Gemüse sowie eine ausgeglichene Lebensweise mit ausreichend Schlaf.

 

P. Matuska

 


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