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Norovirus in Bayern

 

 

Aus mehreren Regionen Bayerns werden lt. dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen momentan Norovirus-Ausbrüche gemeldet.

 

Wir wollen Ihnen hier kurzgefaßt Informationen zur Vorbeugung sowie zum Verhalten im Krankheitsfall geben.

 

Für dieses Virus besteht in der Tat eine ausserordentlich hohe Übertragungsgefahr. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Kontaktinfektion, als Schmierinfektion oder auch über die Luft. Ausserdem können auch Ansteckungen über kontaminierte (=verunreinigte) Speisen und Getränke sowie über Gegenstände (z. B. Kinderspielzeug, Türklinken) vorkommen.

 

Innerhalb von Stunden bis weniger Tage entwickeln sich dann oft abrupt die typischen Symptome wie plötzlicher heftiger Durchfall, Erbrechen, allgemeines schweres Krankheitsgefühl mit Kopf- und Muskelschmerzen. Teilweise ist auch Fieber vorhanden, muss aber nicht zwingend auftreten.

Noroviren können dann in Stuhlproben von erkrankten Personen nachgewiesen werden.

Gefährdet sind vor allem Ausbreitungen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Altenheimen, Kliniken, usw.. Auch Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen wurden beschrieben.

Bei einem Großteil der Patienten klingt die Erkrankung zum Glück nach 2- 3 Tagen wieder ab.  Risikopatienten, wie z. B. Säuglinge, Kleinkinder, ältere Personen und chronisch Kranke jeden Alters sind unter Umständen durch den Flüssigkeitsverlust über Durchfall und Erbrechen jedoch ernsthaft gefährdet, sodass eine Infusionstherapie, evtl. sogar eine Krankenhauseinweisung erforderlich werden kann. Je nach Schweregrad des Wasserverlustes kann die Infektion mit dem Norovirus auch tödlich enden.

 

Nach abgelaufener Erkrankung besteht keine Immunität, d. h. man kann sich auch mehrfalls mit dem Virus infizieren.

 

Eine ursächliche Therapie oder eine Impfung gibt es nicht. Die Behandlungsmöglichkeiten sind rein symptomatisch und beschränken sich auf den Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes: viel trinken (Tee, Wasser), u. U. auch Hausmittel wie Cola und Salzstangen (gut gegen den Mineralstoffverlust über Erbrechen und Durchfall).  

 

Vorsorglich kann aber schon durch Einhalten entsprechender Hygienemaßnahmen die Ansteckungsgefahr eingeschränkt werden. Hierzu zählen  regelmäßiges Händewaschen, v.a. auch nach dem Toilettengang, sorgfältige Händedesinfektion nach Kontakt mit Erkrankten. Größere Menschenansammlungen und körperlicher Kontakt wie z. B. häufiges unnötiges Händeschütteln sollen nach Möglichkeit vermieden werden.

 

 


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