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FSME: Frühsommer-Meningoenzephalitis, eine Erkrankung durch Zeckenbisse

 

 

 

Die Übertragung des Virus auf den Menschen erfolgt durch infizierte Zecken („Holzböcke“). Diese halten sich großteils im Wald, im Gras und Gebüsch sowie in Laub auf. Über Zeckenstiche gelangen die Viren in die Blutbahn des Menschen und können so die Erkrankung auslösen. Ein gewisser Schutz besteht daher schon durch die richtige Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen. Insektenabweisende Mittel können zunächst eine Weile helfen, die Zecken abzuwehren, sind aber auch keine alleinige Garantie, nicht gestochen zu werden. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man den gesamten Körper nach Zecken absuchen. Im Falle eines Stiches sollte die gesamte Zecke möglichst schnell mittels einer Pinzette restlos entfernt werden. Bei Unsicherheiten kann dazu auch ein Arzt aufgesucht werden.

 

Nebenbei bemerkt: Ebenso können über Zecken die Bakterien Borrelien übertragen werden, die die Krankheit Lyme-Borreliose verursachen. Es handelt sich dabei aber um eine völlig andere Krankheit, die auch häufiger als FSME auftritt.

Während FSME in Deutschland in bestimmten Gebieten (Risikogebiete siehe z. B. unter www.zecke.de oder www.impfen.de) auftritt, ist bei der Borreliose von einer Infektionsgefährdung im gesamten Land auszugehen. Eine Impfung gegen die bakterielle Erkrankung Borreliose existiert derzeit nicht. Im Erkrankungsfall wird eine Therapie mit Antibiotika erforderlich.

 

Zurück zur FSME: Nicht jeder Stich einer FSME-infizierten Zecke hat eine Erkrankung des Menschen zur Folge. Im Falle einer Infektion äußert sich die FSME nach einer Inkubationszeit von 7 – 14 Tagen, teilweise bis 28 Tagen, zunächst mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. Nach einem freien Zeitintervall (ca. 1 Woche bis 20 Tage) erkrankt ein Teil der Infizierten an Meningitis (Hirnhautentzündung) z. B. mit Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Sprach- oder Schluckstörungen, psychischen Veränderungen, neurologischen Ausfällen, Lähmungen und u. U. Anfallsleiden. Eine stationäre Behandlung ist daher zwingend notwendig. In seltenen Fällen kann die Erkrankung bei schwerem Verlauf zum Tode führen.

 

Nach Sicherung der Diagnose mittels Laboruntersuchungen von Blut oder Liquor (Rückenmarksflüssigkeit) erfolgt eine symptomatische Therapie, da eine ursächliche Therapie gegen das Virus bisher nicht verfügbar ist.

 

Die beste Behandlung stellt jedoch die Prävention (= Vorbeugung, Verhütung) der Infektion durch entsprechende Impfungen dar. Die Kosten der Impfung werden inzwischen durch die Krankenkassen getragen. Bitte sprechen Sie uns auf dieses Thema an, damit wir mit Ihnen im Einzelgespräch klären können, ob eine Impfung für Sie und Ihre Familienangehörigen sinnvoll ist.

 

  


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